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Konzeption eines Analog/Digital Interfaces für einen Distributed-Feedback-Laser und Integration in ein FPGA-basiertes SoC zur Wellenlängenregelung

Student:

Vincent Kuswik

Betreuer:

Christian Spindeldreier

Art der Arbeit:

Bachelor-/Studienarbeit

Abteilung:

Fachgebiet für Architekturen und Systeme

Status:

abgeschlossen

Bild Konzeption eines Analog/Digital Interfaces für einen Distributed-Feedback-Laser und Integration in ein FPGA-basiertes SoC zur Wellenlängenregelung

Am Fachgebiet „Architekturen und Systeme“ des Instituts für Mikroelektronische Systeme werden im Rahmen eines Verbundprojektes Algorithmen der digitalen Signalverarbeitung und Plattformen für die Steuerung und Auswertung von physikalischen Experimenten unter Weltraumbedingungen konzipiert und implementiert. Dabei müssen höchste Anforderungen an die Zuverlässigkeit und Echtzeitfähigkeit der Systeme eingehalten werden. 

Ziel des Verbundprojektes ist der quantenmechanische Test der von Albert Einstein im Rahmen der allgemeinen Relativitätstheorie postulierten Universalität des Freien Falls (UFF). Dabei wird das Prinzip der differentiellen Messung der relativen Beschleunigung zweier atomarer Ensembles, so genannter Bose-Einstein-Kondensate (BEC) angewandt. Ein BEC ist ein Aggregatszustand gleicher Teilchen, die sich im gleichen quantenmechanischen Zustand befinden und mit einer einzigen Wellenfunktion beschrieben werden können. Der Aggregatszustand wird jedoch erst im Nanokelvin Bereich erreicht, so dass für die Erzeugung der BECs unter anderem magneto-optische Fallen (MOT) eingesetzt werden. Diese nutzen das Prinzip der Laserkühlung, bei dem das Ensemble aus allen 6 Raumrichtungen mit Lasern bestrahlt wird, deren Frequenz knapp über der Resonanzfrequenz der Atome im Ensemble liegt.

Im Projekt werden in den MOTs Distributed-Feedback-Laser eingesetzt, bei denen die Laserfrequenz vom Eingangsstrom und der Dioden-Temperatur abhängig ist. Daher ist es notwendig, eine automatische Regelung und Einstellung der Laserfrequenz bereitzustellen, bei der die Laserfrequenz über den Strom geregelt wird. Die Frequenz kann dabei zum Beispiel mithilfe der Rubidium-Spektroskopie bestimmt werden. Dabei scannt der Laser Initial über sein gesamtes Spektrum, wobei das Referenzspektrum erstellt wird. Später scannt der Laser wiederholt über ein spektrales Fenster um die eingestellte Frequenz, um so die Position im Referenzspektrum wiederzufinden. Anschließend wird der Eingangsstrom der Laserdiode angepasst, um die Wunschfrequenz zu erreichen. Die gesamte Regelschleife soll eine Ausführungszeit von 150μs nicht überschreiten. 

Daher soll eine Erweiterungskarte für ein Altera FPGA Evaluationsboard zu entworfen werden, die die performante und präzise Ansteuerung einer Distributed-Feedback-Laserdiode ermöglicht. Dazu soll neben einem High-Speed ADC auch ein Direct-Digital-Synthesizer eingesetzt werden. Zur Bestimmung der Laserwellenlänge soll ein High-Speed ADC verwendet werden. Die Ein- und Ausgangssignale sollen durch Verstärkerschaltungen an die spezifischen Anforderungen für die Wellenlängenbestimmung angepasst werden. Die Verbindung zwischen Erweiterungskarte und Evaluationsboard soll über eine HSMC Schnittstelle erfolgen. Alle Komponenten der Erweiterungskarte sollen in ein bestehendes System on Chip zur Wellenlängenbestimmung integriert und dieses anschließend optimiert werden.


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